Aus Brot mach Bier – eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung

Obwohl draußen bereits frostige Temperaturen herrschen, vergeht uns doch nie die Lust auf ein gutes, kühles Bier. Dass man mit dem Genuss eines solchen nun aber auch einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten kann, ist nicht nur neu, sondern auch einzigartig. Möglich macht dies das junge Unternehmen WASTED mit seiner genialen Idee vom „Müllbrot-Bier“.

Was erstmal komisch klingt, wirkt aber umso logischer, kennt man die Hintergründe des Projekts: Das erst kürzlich der Öffentlichkeit präsentierte WASTED Bio-Bier wird aus weggeworfenem Gebäck gewonnen, das andernfalls im Müll gelandet wäre – in Wien ist das alleine so viel, wie wiederum in Graz gegessen wird. Diese Relation gefiel Zerowaste-Unternehmer Tobias Judmaier gar nicht und so rief er zusammen mit Lebensmittelaktivist David Gross WASTED ins Leben. Gemeinsam entstand die Idee, aus genießbarem aber unverkäuflichem Biobrot Österreichs erstes Bio-Bier aus Waste-Brot zu brauen und so ein Zeichen gegen unnötiges Wegwerfen von Grundnahrungsmitteln zu setzen. Neben dem Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung, hat die Verwendung von Brot allerdings noch einen weiteren positiven Effekt: Circa ein Drittel des sonst benötigten Gerstenmalzes, kann durch das Brot nämlich eingespart werden.

Die Idee aus Brot Bier zu brauen ist dabei durchaus nicht neu, schließlich machten bereits die alten Ägypter aus Brot Bier und noch heute findet die alternative Braumethode in Belgien und England Verwendung. Allerdings ist WASTED die erste Initiative, die dabei auf Bio-Wastebrot zurückgreift und damit ihr „Müllbrot-Bier“ braut. Aktuell gibt es davon übrigens bereits zwei Sorten: Kornspitz-Cream Ale und Semmel-Lager.

Neben dem Produkt an sich und der Initiative dahinter spielt vor allem die Community für Judmaier und Gross eine essentielle Rolle. Mit der kürzlich gestarteten Crowdfunding-Kampagne wollen sie darum nicht nur neue Brauexperimente finanzieren, sondern auch mehr Bewusstsein für Brotverschwendung schaffen und eine Bier-Community stärken, die Biergenuss schätzt, sich aber gleichzeitig auch für nachhaltige Ansätze interessiert.

Am Ende zählt daher beides: Die Initiative UND der Geschmack – und der ist beim „Müllbrot-Bier“ ebenso einzigartig wie die Idee dahinter!

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