Wie bereits 2023 und 2025 sind auch heuer wieder Prototypen entstanden, die zeigen, wie neue Perspektiven auf Produktionsprozesse und Ressourceneinsatz zu konkreten Lösungen führen können. Für VIENNA DESIGN WEEK-Direktor Gabriel Roland liegt darin die Stärke des Programms: „Design ist weit mehr als Gestaltung. Das zeigt Re:Form mit Projekten, die für den Umgang mit Materialien und Ressourcen sensibilisieren und sowohl die Designszene als auch die breite Öffentlichkeit inspirieren.“
Zu sehen sind die drei Re:Form-Projekte während der VIENNA DESIGN WEEK 2026 (25. September bis 4. Oktober), die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Schauplatz ist die Festivalzentrale im Allianz-Gebäude am Hietzinger Kai 101, 1130 Wien.
Diesmal mit dabei:
- ante up und Pulpstack entwickeln nachhaltige Produktkonzepte für das zirkuläre Zellulose-3D-Druckverfahren von Pulpstack.
- ante up und Glow Up Studios arbeiten an einem nachhaltigen, in Europa herstellbaren Leuchtenkonzept.
- joyjoy studio und die Universität für Bodenkultur Wien gestalten einen ehemaligen Bibliotheksraum der BOKU Wien zu einem multifunktionalen Aufenthalts- und Arbeitsraum für Studierende und Personal um.
Design als Motor für Wiens Klimaziele
Re:Form wurde 2023 von der VIENNA DESIGN WEEK in Kooperation mit OekoBusiness Wien, dem Umwelt-Service-Programm der Stadt Wien, ins Leben gerufen. Ziel ist es, durch nachhaltige Gestaltung und wirtschaftliche Umsetzung Leuchtturmprojekte zu schaffen, die Wien fit für die Zukunft machen. Die entwickelten Prototypen sollen dabei als Inspiration für die Wiener Wirtschaft dienen und dazu anregen, bestehende Prozesse zu hinterfragen und neue Wege zu erproben. David Ecker, Leiter des Bereichs Nachhaltige Entwicklung bei der Stadt Wien – Umweltschutz (MA 22) und Programmmanagement von OekoBusiness Wien, betont: „Die Transformation zu einer klimaneutralen Stadt erfordert neue Denkweisen und mutige Ansätze. Es braucht neue Ideen und die Bereitschaft, gewohnte Abläufe zu verändern. Re:Form bringt genau diese unterschiedlichen Zugänge zusammen und zeigt, wie Design konkrete Beiträge zu mehr Nachhaltigkeit leisten kann.“
Neben Re:Form gestaltet OekoBusiness Wien im Rahmen des „Professional Breakfast“ der VIENNA DESIGN WEEK in diesem Jahr einen zweistündigen Ecodesign-Workshop zum Thema „New Materials“ in Kooperation mit EIT Culture & Creativity. Im Mittelpunkt stehen dabei aktuelle Themen rund um Ecodesign, Circular Economy und Produkttransparenz.
Mehr Details zu den drei Projekten:
- ante up x Pulpstack
Entwicklung nachhaltiger Produktkonzepte für das zirkuläre Zellulose-3D-Druckverfahren von Pulpstack. Der Fokus liegt auf Design, Herstellbarkeit, Materialeffizienz und Markteinführung, insbesondere auf der Konzeption und Gestaltung von Leuchtenkomponenten wie Lampenschirmen aus 3D-gedruckter Zellulose.
- ante up x Glow Up Studios
Gemeinsame Entwicklung der Snail Series, eines nachhaltigen und in Europa herstellbaren Leuchtenkonzepts. Die Leuchten bestehen aus wenigen, leichten Edelstahlkomponenten, die aus Blech gelasert und ohne zusätzliche Umformung gefertigt werden. Als Flatpack lassen sie sich kompakt transportieren und mit wenigen Handgriffen aufbauen.
- joyjoy studio × Universität für Bodenkultur Wien
Ein ehemaliger Bibliotheksraum der Universität für Bodenkultur Wien wird in einen multifunktionalen Aufenthalts- und Arbeitsraum für Studierende und Personal umgestaltet. Im Mittelpunkt steht die ressourcenschonende Wiederverwendung vorhandener Möbel und Materialien aus universitätsinternen Beständen sowie externen gebrauchten Quellen. Ziel ist ein flexibler Raum für Lernen, Austausch und informelle Nutzung, der zugleich als Beispiel für nachhaltige Innenraumgestaltung dient.