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(c) Julian Linden

Re:Wien Startup Erfolgsstory: ante up

21. Dezember 2023/in News /

Heute stellen wir eine weitere Erfolgsgeschichte aus unserem Re:Wien Accelerator-Programm vor. Das Studio ante up spezialisiert sich auf kreislauffähiges Produkt- und Möbeldesign. Im Interview erzählen uns die beiden Gründer Benedikt Stonawski und Hauke Unterburg mehr zu den Hintergründen ihres Startups!

Was macht ante up? An welchen Projekten arbeitet ihr gerade?

Ante up ist ein Studio für nachhaltiges und kreislauffähiges Produkt- und Möbeldesign aus Wien, gegründet im Jahr 2020 von uns, Hauke und Benedikt. Wir arbeiten eng mit Unternehmen zusammen, um aus Visionen innovative Produkte zu entwickeln, immer mit dem Ziel, eine nachhaltige Ästhetik zu schaffen. Unsere Dienstleistungen umfassen Produktentwicklung, Beratung für kreislauffähiges Produktdesign, Design Thinking Workshops, CAD-Konstruktion, 3D-Rendering und Prototypenbau. Aktuell widmen wir uns der Gestaltung eines Messestands über kreislauffähiges Design für die internationale Möbelmesse in Köln. Zusätzlich arbeiten wir an zwei Möbelstücken für verschiedene Hersteller und an zwei Metallprodukten für einen Industriekunden.

Wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Der Name „ante up“ stammt aus dem Spieljargon und bedeutet „den Einsatz im Voraus bringen“. „Ante“ auf Lateinisch steht für „vorher“ und „up“ für „erhöhen“. Wir suchten nach einem Namen, der unsere nachhaltige Mission verkörpert: Nur wenn wir den Einsatz im Voraus bringen, können wir die Herausforderungen von morgen lösen. Übrigens spiegelt auch unser Logo diese zirkulären Werte wider. Wenn Sie es um 180 Grad drehen, offenbart sich ein Ambigramm.

Welchen Sinn verfolgt Design?

Als ante up glauben wir an eine Welt, in der alles im Kreislauf bleibt und nichts an Sinn verliert. Kreislauffähige Objekte sind am besten realisierbar, wenn alle Lebensphasen von Anfang an durchdacht werden. Als Designer haben wir die erste Gelegenheit dazu. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz schaffen wir eine eigene Kollektion kreislauffähiger Möbel und Wohnaccessoires und erzählen transparent deren Geschichten – von der Herkunft der Materialien über die Verarbeitung bis zur Rückführung in den Kreislauf.

Was war die größte Herausforderung beim Gründen und Entwickeln?

Da wir beide Produktdesign studiert haben, war für uns die unternehmerische Komponente erstmal Neuland. Zum eigentlichen Berufsfeld kommen mit der Selbstständigkeit ganz neue Herausforderungen hinzu, die eigentlich viele Berufe in einem sind: Buchhaltung, Marketing, Vertrieb und vieles mehr. Um da den Überblick zu behalten, haben wir uns fortgebildet – unter anderem beim Re:Wien-Programm.

Denkt ihr, dass die Zusammenarbeit im Duo einfacher ist? Warum habt ihr diese Arbeitsstruktur gewählt?

Die Zusammenarbeit im Duo ist definitiv erleichternd. Mein Kollege Hauke und ich haben uns während eines Praktikums bei dem Designer Thomas Feichtner kennengelernt. Gemeinsam hatten wir Spaß und schätzten unsere bisherige Designarbeit. In der Produktgestaltung, die auf verschiedenen Ebenen funktionieren soll, ist der Ideenaustausch entscheidend. Gemeinsam entstehen einfach kreativere Ideen als allein.

Wie hat das Re:Wien-Programm von OekoBusiness Wien und dem Impact Hub Vienna konkret dazu beigetragen eure Business Idee weiterzuentwickeln?

Das Re:Wien-Programm hat uns als Team geholfen, unsere Vision zu konkretisieren und neue Ziele zu entwickeln. Der Austausch mit anderen Gründer*innen über deren Herausforderungen und Erfahrungen war besonders hilfreich für uns.

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründer*innen auf ihrem Weg mitgeben?

Über die Jahre haben uns verschiedene Dinge geholfen:

  • Wir nutzen intensiv Design-Thinking-Werkzeuge, um unsere Arbeit zu strukturieren und den Überblick zu behalten.
  • Wir haben mehrere Berater*innen, deren Rat wir schätzen.
  • Wir netzwerken nach dem Motto „Pay it forward“ und unterstützen gerne andere Unternehmer*innen mit nachhaltigen oder zirkulären Visionen.
  • Eine gesunde Work-Life-Balance ist wichtig: Auch wenn uns unsere Arbeit sehr viel Spaß macht, achten wir darauf, einen Ausgleich zu haben.
(c) Julian Linden

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